ÜBER STAB & STEIN
Es stabt die stolze Stephanie,
der störrische Stabreim stimmte nie.
Bin montags vor mittags zu müde, um muntere Miene zu mimen.
Es stabt die stolze Stephanie,
der störrische Stabreim stimmte nie.
Bin montags vor mittags zu müde, um muntere Miene zu mimen.
Im Dschungel feiger Paragraphen
findet hier jeder seinen Hafen,
ob Marodeur, ob Bankrotteuse,
der Dr. Schirl schaut nie böse…
Wenn einer auf den Hund kommt, leider,
gibt es mehr Spötter denn als Neider.
Das ist im Falle hier nicht so,
die Hundefreunde macht das froh.
Im Norden Wiens, am Donaustrand
das Tuttendörfl - wohlbekannt -
lädt ein zum Schlemmen, Schmatzen, Schmausen
vom noblen Dinner bis zur Jaus´n.
Im Jahre neunzehnhundertundsieben -
so steht´s im Geburtenschein geschrieben -
erblickte Eleonore das Licht der Erden
und es sollte ein erfülltes Leben werden…
Kaum sieben, lag die Welt schon in Trümmern,
vier Jahre sollte der Krieg die Menschen bekümmern.
1918 war´s vorbei mit dem Kaiserreich,
Eleonore war elf - die Republik hieß Österreich.
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Mit wackligen Knien und zitternder Hand
den mühsamen Weg hierher ich fand.
Erwartete Dunkelhaft, Knebel und Gitter,
ein Folterverlies wie zur Zeit der Ritter.
Ich fand voll Erstaunen eine Runde Damen,
optisch intakt, doch mit seelischen Schrammen.
Jede ein bißchen vom Schicksal geschlagen,
doch tapfer, geduldig ihr Binkerl getragen.
Ihr hab mir die Zeit hier so kurz gemacht,
ich hab zwar gehungert, doch viel gelacht.
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Zum Osterfeste kamen gern
nach X die Chefs von nah und fern.
Es versammelte sich zur Feierstunde
unterm Glockenbaum eine gar seltsame Runde.
An der Feuerstelle GurIn und GurU,
paßt Du nicht auf, gurust auch Du!
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Blaue Donau - Schicksalsstrom,
das wußten die alten Römer schon.
Im Tuttendörfl, dem Fluß eng verbunden,
habt Ihr vor 10 Jahren Euer Glück gefunden.
Des einen Freud, des andern Leid,
das erfuhr so mancher im Lauf der Zeit.
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| Das Zittern war groß, guter Rat leider teuer, |
| die Psychotherapie mir nie ganz geheuer. |
| Den Habsburgern aber schon lange verbunden, |
| hab ich den Weg ins “Schlößl” gefunden. |
| Sie guter Mensch mit Blick für die Seele, |
| trieben mir Schweiß auf die Stirn und Schmerz in die Kehle, |
| lehrten mich Freude zeigen, Angst vermeiden |
| und vor fremden Menschen den Kopf nicht zu neigen. |
| Ein befreiter Mensch sagt aufrichtig Dank, |
| so gesund war ich noch nie, nachdem ich krank! |
Lang ward gerätselt über Herrn Müllers Pläsier,
welch grausig Geheimnis birgt mittags die Tür.
Kurz vor zwölf verklärt sich des Meisters Blick,
sein Gang wird schwebend, sein Puls fällt zurück,
wie in Trance schlürft er sein Süppchen - alle warten gespannt,
schon schliesst er die Tür mit energischer Hand.
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