LIEBESLIED AN EINE MONDISCHE INSEL

August 15th, 2005

Zum Osterfeste kamen gern
nach X die Chefs von nah und fern.
Es versammelte sich zur Feierstunde
unterm Glockenbaum eine gar seltsame Runde.

An der Feuerstelle GurIn und GurU,
paßt Du nicht auf, gurust auch Du!

Es gab Obis und Untis und Weih und Rauch
und magisch Gebrautes füllte den Bauch.

Der X braucht gar schon ein Hörgerät
mit Antenne im Garten, wie man versteht.

Der H. lächelt weise und sehr charmant,
zwingt ihn Alter oder Einsicht ins Mönchsgewand?
Es war sein Fleh´n um Gnade, das M. gehört,
was sie aber gar nicht am Mannibalismus gestört.
Die I., ganz blaß, doch voll dunklem Humor -
nur Blinden kommt sie von gestern vor.

Wie Drachenschuppen fiel es aus meinem Haar,
was ich schon lange weiß, wurde mir wieder klar:

Gibt´s den Stein der Weisen, man findet ihn hier,
auf der mondischen Insel, /Name/ bei Dir.
Oft laß ich meine Seele ganz nah bei Dir ruh´n,
ob meine Gestalt woanders, hat gar nichts damit zu tun.
Zwar wär Dir manchmal lieber statt Seele der Leib,
doch weit ist die Prärie - und geheimnisvoll das Weib…

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