ODE AN DIE NACHFOLGER

August 15th, 2005

Blaue Donau - Schicksalsstrom,
das wußten die alten Römer schon.
Im Tuttendörfl, dem Fluß eng verbunden,
habt Ihr vor 10 Jahren Euer Glück gefunden.
Des einen Freud, des andern Leid,
das erfuhr so mancher im Lauf der Zeit.
Zehn Jahre - fast eine Ewigkeit - ist´s her,
der Abschied fiel uns damals schon schwer,
nicht ganz ohne Skepsis beäugte man,
ob´s die neue Mannschaft besser kann.

Da wurde modernisiert, gebaut und geplant,
bald wurd´ aus dem Wirtshaus ein Restaurant.

Die Gäste kommen von nah und fern,
war man einmal hier, empfiehlt man es gern.
Bald hat man geseh´n, Ihr versteht die G´schicht,
wir kennen die Arbeit und neiden Sie Euch nicht.
Wir gönnen Euch den Erfolg, wir wissen die Plag´,
um zufriedene Gäste Tag für Tag.

Dem einen geht´s zu langsam, dem andern ist´s zu heiß,
der dritte will statt Erdäpfel doch lieber Reis,
der vierte ist herrisch wie ein Offizier,
zuhaus ist er ganz klein und schläft vor der Tür.
Manch nobler Gast wird manchmal frech,
und paßt man nicht auf, prellt er gar noch die Zech.
Dem andern wiederum ist der Wein zu warm,
da hilft nur eins mehr - der Wirtin Charme.
Und über das Personal herrscht mit Geschick
der Wirt mit grimmig entschlossenem Blick.

Am wenigsten Arbeit macht die Stammtischrunde,
doch auch die säuft oft bis zu später Stunde,
bringt den Wirt um den Schlaf, die Wirtin um´s Vergnügen
mit dem Gatten längst in den Federn zu liegen.
Über 40 Stunden kann ein Wirt nur lachen,
er muß sich über anderes Sorgen machen.

Bis auf späte Gäste, die geräuschvoll Türen schlagen,
kann man über unsere Nachbarschaft wirklich nicht klagen.

So wünscht die Familie X Euch auch für morgen
zufriedene Gäste, wenig Steuern und Sorgen.

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